zum Tode von Wolfram Ochs

(Bildquelle DOSB)

Mit Bestürzung hat der Vorstand des Hessischen Ruderverbandes
die Nachricht vom plötzlichen Tod Wolfram Ochs zur Kenntnis
genommen.

Wolfram Ochs erlernte das Rudern bei der Albert-Schweitzer-Schule
in Kassel und wechselte dann für den Leistungssport zur
Rudergesellschaft Kassel, deren Vorsitzender er 12 Jahre war.
Sein Hauptaugenmerk galt stets der Jugend und so war es nicht
verwunderlich, dass er 1971 zum hauptamtlichen Jugendsekretär
des Deutschen Ruderverbandes und 1974 in die Geschäftsstelle
der Deutschen Sportjugend wechselte, deren Geschäftsführer
er bis zu Ende seiner beruflichen Laufbahn war.

Mit einer Jugendfreizeit in seinem Verein als Projekt
des DRV-Lehrausschusses unter Friedhelm Kreiß und mit
Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums
wurden neue Wege des gemeinsamen Sporttreibens
im Verein erprobt, die erstmals herausgegebenen
Jugendjournale der DRJ in Verantwortung des
Bundesfamilienministeriums sollten Jugendleitern in
den Vereinen und Schülerriegen helfen, ihre Arbeit
besser zu organisieren. Bei der Ausrichtung der
damaligen Bundesentscheide der neu gegründeten
Landesruderjugenden und kurz darauf der Einrichtung
des Wettbewerbs der Schulen Jugend trainiert für Olympia
im Rudern war er maßgeblich beteiligt.
Und auch die Ländervergleiche und Jugendlager
der DRJ trugen seine Handschrift.

Während seiner Dienstzeit im DSB waren der Schul-
und Jugendsport sein besonderes Anliegen, seine
feste Verwurzelung in seiner Rudergesellschaft waren
hilfreich und nützlich für sein ehrenamtliches Engagement
in der Deutschen Ruderjugend als Vorstandsmitglied bis
zu seiner Berufung als Geschäftsführer der DSJ und
seine Tätigkeit als Sportvorsitzender des Hessischen Ruderverbandes.

Hier hielt er stets Kontakt zu den Jugendvorständen und
stand mit Rat und Tat zur Seite und als der HRV schwere Zeiten
durchlief, war u.a. er es, der die Fehlentwicklungen anprangerte,
aber zugleich auch mit seinen Freunden nach Lösungen suchte und
sich dann auch für ein Vorstandsamt zur Verfügung stellte.
Wolframs Leidenschaft war der Rudersport, sein Augenmerk galt
der Jugendarbeit allgemein und besonders im Rudern.

Unzählige Protektoren und Jugendleiter hat er motiviert und
für ihre Arbeit inspiriert .Er konnte sie alle auf seine Weise
erreichen und in ihnen ein Feuer der Begeisterung entfachen.
Wer lange mit ihm zusammen gearbeitet hat, der kennt aber auch
den nachdenklichen und stillen Menschen, der gern im Kreis
seiner Schlaraffen philosophierte und zu erkennen gab, dass er
eben nicht nur Sportwissenschaften studiert hatte , sondern
auch Germanistik.

Wolfram Ochs muss neben Karlheinz Gieseler als der prominenteste
Vertreter des Ruderns in der hauptamtlichen Führung des deutschen
Sports genannt werden. Im Freundeskreis der Deutschen Ruderjugend
hat er im Stillen für seinen Sport auch als Pensionär leidenschaftlich
gestritten. Dem Hessischen Ruderverband und seiner Ruderjugend galt stets
sein Interesse und sein Herz gehörte seiner RGK 1927 und dem Rudersport.
Der Hessische Ruderverband verliert mit ihm einen Mitstreiter und
Freund.

Unser Mitgefühl gilt seinen Töchtern und der Familie.
Wir werden Wolfram Ochs ein ehrendes Gedenken bewahren,
er hat sich um unseren Rudersport verdient gemacht.
Reinhard Schintze

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